POODLELICIOUS – review

Review: Tales of Graces f

2012/04/21 / JollyRose

Nach langem und sehnsüchtigen Warten kam endlich Tales of Graces f in Amerika raus und wir haben es uns sofort importiert. Warum auf einen EU Release warten? Eigentlich wegem den DLC, an den wir nun nie rankommen, das soll uns aber nicht stören, immerhin ist dieses Spiel ein weiteres neues innovatives Meisterwerk der Tales Of Reihe. Ursprünglich für die Wii erschienen, ist Tales of Graces f die PS3 Version mit zusätzlichem Future Arc.

Die Welt von Tales of Graces heißt Ephinea, deren Himmel von Wasser bedeckt ist. Die Energiequelle nennt sich Eleth und wird aus sogenannten Cryas bezogen, worum auch die drei Nationen Windor, Strahta und Fendel ringen.

Man startet in der Kindheit des Protagonisten, Asbel Lhant, der älteste Sohn des Lordes von Lhant, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Hubert in der Blumenwiese des Lhant Hill ein mysteriöses Mädchen entdeckt. Sie erhält von Asbel den Namen Sophie, nach der Blume, die er ihr geschenkt hat. Die kleinen, leichtsinnigen Abenteuer von Asbel und seinen Freunden endet aber schlussendlich mit einem tragischen Ereignis, das den Jungen zur Entscheidung zwingt, Lhant und seinem Erbe als zukünftiger Lord dem Rücken zu kehren und in die Hauptstadt Barona auszuwandern, um sich dort in der Knight Academy zum Ritter ausbilden zu lassen, ganz nach seinem dringenden Wunsch, stärker zu werden, um zukünftig die beschützen zu können, die ihm wichtig sind.

Sieben Jahre später, nachdem Asbel nach Barona ging, kehrt er nach Hause zurück, als er vom Tod seines Vaters hört, um seinen Traum vom Ritter sein aufzugeben und sein Erbe schlussendlich doch anzutreten. Aber, wie soll es anders sein, beginnt hier erst das große Abenteuer …

Die Story zusammenzufassen ist gar nicht leicht, spoilern will man ja auch nicht groß. Aber wirklich ein interessanter Einstieg, da das erste Kapitel komplett in der Kindheit spielt und man nach dem Timeskip wirklich merkt, wie sich die Charaktere verändert haben. Das große Thema dieses Spiels ist wohl Freundschaft (na warum heißts wohl Tales of Graces f), Zusammenhalt und die Stärke, jemanden beschützen zu können. Diese Themen ziehen sich durch das ganze Spiel und machen das ganze zu einem schönen, gefühlvollen Erlebnis, ebenso durch seine überzeugenden Charaktere und der interessanten Welt, die mal weniger komplex ist als so manch andere Tales of Welten.

Ich habe die Charaktere selbst schnell lieben gelernt, da hat die Kindheit auch sehr geholfen, alle besser zu verstehen. Es ist einfach mal was anderes, bei 0 anzufangen, anstatt irgendwie hineingeworfen zu werden und die Hintergründe der Charaktere erst später zu erfahren.

Es gibt einige Neuerungen/Verbesserungen gegenüber den Vorgängerin. So ist eine Sache die Welt, die hier statt einer großen Overworld, wo man auf der Landkarte direkt läuft, nun eine zusammenhängende Welt ist, die durch Wege, Häfen, Dungeons und Städte miteinander verbunden ist. Die wohl signifikanteste und meiner Meinung nach beste Verbesserung ist das Kampfsystem: Neben größerer Bewegungsfähigkeiten gibt es nun zwei Arten von Angriffen, zwischen denen man beliebig switchen kann. Die A-Arte bestehen aus einem Skillbaum, welche meist aus physischen Angriffen zusammengesetzt sind und die B-Arte sind die typischen Artes, wie man sie von Tales Of kennt. Beides erwirbt man durch das tolle Titel-System. Jeden Titel kann man mit Skillpoints aufleveln und so neue Attacken und Fähigkeiten lernen oder sogar Kostüme erwerben.

Das Kampfsystem macht wirklich Laune, läuft sehr schnell und macht selbst das sture Aufleveln zum Vergnügen. Im Kampf ist auch Multiplayer bis zu vier Spieler möglich, wir haben stets zu zweit gekämpft. Die computergesteuerten Charaktere sind sehr klug und man braucht eigentlich selten etwas an ihrer Strategie umstellen, da sie wissen, wann geheilt und wann angegriffen werden muss. Von der Schwierigkeit darf man eigentlich nicht meckern, klar, Bosskämpfe sind generell härter, aber irgendwann hat man raus, wie man einen Gegner anpacken muss, ansonsten stellt man auf Leicht um und hofft, dass es was bringt. Diesmal hat man auch die Möglichkeit, nach einer Niederlage gegen einen Boss direkt nochmal anzutreten und sogar das Team nochmal zu überdenken, anstatt nur zum letzten Speicherstand zurückzugelangen, sehr praktisch!

Die Graphik ist sehr gut, man muss aber hier bedenken, dass das Spiel ursprünglich für die Wii war, weshalb es natürlich für eine PS3 keine große Wucht ist. Dafür läuft alles sehr flüssig, manchmal hängts in Kämpfen, wenn mit zu heftigen Attacken gespammt wird. Hier und da wird man dann im Storyverlauf mit Anime Szenen belohnt, sowas liebe ich ja, aber man hätte echt ein besseres Animationsstudio nehmen können, teilweise wurde echt derpig animiert, sehr schade … Dafür sind die bekannten Skits echt ein Hingucker, da statt den Gesicht-Only Bildern nun vom Knie aufwärts die Charaktere zu sehen sind, noch dazu sind sie mehr animiert und sogar SD-Einblender bringen mehr Leben in die Zwischengespräche.

Der Soundtrack sticht jetzt nicht heraus, trotzdem kommen mir immer fast die Tränen, wenn ich das Opening Mamoritai – White Wishes - von BoA als schönes BGM höre, weil das Lied einfach 100% passt und echt toll ist. Zum Glück hat BoA da eine englische Version gesungen, die natürlich auch für die Übersetzung verwendet wurde. Mit der Synchronisation bin ich sehr zufrieden, alle Stimmen passen wie die Faust aufs Auge, da kann ich gar nicht verstehen, warum soviele herumheulen, da die englischen Sprecher sich wirklich viel Mühe gegeben habe und ich an gar keine anderen Stimmen mehr denken kann!

Die PS3 Version bietet noch dazu einen zusätzlichen Story Arc, der nach der Handlung der Wii Fassung spielt. Kaum zu glauben, wo das Spiel dort aufhört und ich das Glück habe, weiterspielen zu können. Zu mal ich echt frustriert war, dass man meinen geliebten Richard im Hauptarc so kurz spielt … Danke, Future Arc! Richard ist auch zu toll, um ihn so zu vernachlässigen!

FAZIT
Tales of Graces ist ein Top-RPG, das ich echt jedem ans Herz lege. Graphik ist spitze und liebevoll bunt, die Charaktere und Story überzeugend und gehen ans Herz, wir haben teilweise mitgefiebert, waren frustriert bei Bosskämpfen und haben das Spiel mit einem sehr zufriedenen Gefühl beendet. Ein Replay ist bei uns garantiert und ich hoffe nun auch sehr auf eine Übersetzung von Tales of Xillia, jaha, das Tales of-Fieber hat mich gepackt! Und ich bin zum Richard-Fangirl mutiert. Richaaaaaard! Ich will mehr mit dir spielen! … *hust* …


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Review: Fate/Zero Part I

/ JollyRose


Als komplett unwissende habe ich mich in das Abenteuer Fate/Zero gestürzt, da ich mir Fate/stay night nie genauer angesehen hab. Da es ein Prequel ist, sind auch zum Glück kaum Vorkenntnisse benötigt, um zu verstehen, was abgeht, da ohnehin alles sorgfältig und gut erklärt wird. Die Serie ist in zwei Teile geteilt, wobei die erste Hälfte von Oktober bis Dezember 2011 lief und die zweite nun im April angelaufen ist. Das Review kommt also spät, aber doch, zum ersten Teil.

Fate/Zero ist das Prequel zu Fate/stay night und zeigt die Ereignisse des 4th Holy Grail War 10 Jahre zuvor. In diesem beschwören sieben Magier sieben (teils sehr bekannte) Helden der Menschengeschichte und schicken sie in den Kampf um den heiligen Gral, ein Artefakt, dass angeblich jeden Wunsch erfüllen des Siegers erfüllen kann.

Die Story verspricht viel Action und die kommt tatsächlich nicht zu kurz. Aber noch interessanter ist das Einbinden der geschichtlichen Helden, die einem eig fast alle bekannt sein sollten (bis auf mir, da ich in Geschichte ne Niete war, aber hey, ein paar kenn ich ja doch!). Das man hier natürlich nichts 100% ernst nehmen darf, ist klar, dennoch ist es interessant diese Interpretationen der Figuren zu erleben und sie in epischen Kämpfen zu sehen. Das ganze ist natürlich keine hohle Prügelaction, sondern bedarf viel Strategie und die bringt noch mehr Spannung in die Serie, ebenso dass Feinde nicht gleich Feinde sind, sondern Respekt den anderen Helden gegenüber meist sehr ehrenhafte Kämpfe bringt, etwas, was mich wirklich fasziniert, wenn mehr als nur stumpfes Gekämpfe dahintersteckt, sondern auch Ziele und Beweggründe verarbeitet werden.

Lieblingscharaktere hab ich schnell in dem Lulatsch Waver und seinem Heldenkämpfer Rider alias Alexander der Große, der tatsächlich groß ist, gefunden. Ich finde, diese Zweiergespann lockert einfach die Serie total auf, wäre sie ohne die beiden einen Tick düsterer und ernster.

Musikalisches wird man hier verwöhnt, auch wenn das Intro von LiSA viel zu poppig für so eine Serie ist, haut einen das ohrwurmartige Ending MEMORIA von Aoi Eir total um, hätte man echt switchen können. Und während der Folgen darf man sich dann den Klängen von Yuki Kajiuras musikalischen Künsten hingeben, eine perfekte Wahl, da wirklich jede Szene, jede Action super gut untermalt wird.

Und zu Letzt muss ich noch atemberaubende Animationsqualität erwähnen, bei der man sogar Makel übersieht, weil sich hier echt Mühe gegeben worden ist. Die Trennung in zwei Hälften dient auch dem Zweck der besseren Animation – sichtlich eine gute Sache!

FAZIT
Fate/Zero ist eigentlich die perfekte Serie für Einsteiger ins Fate Universum, so wie ich einer bin. Wer auf Serien mit historisch lockerem Bezug, ernsten und auch teils erschreckenden Themen sowieso guten Kämpfen steht, darf hier gerne mal reingucken und wird es bestimmt nicht bereuen! Und ich bin nun mal gespannt, was Teil 2 noch so bringt, enttäuschen wird es mich sicher nicht!


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Review: Mawaru Penguindrum

/ JollyRose

Zeit für ein paar Anime Reviews.
Denn dieser Teil von Poodlelicious ist noch gar nicht abgedeckt! Gut, vor dem Umstieg auf WP gab es soviel Animezeug, sollte mal wieder mehr kommentieren, was ich gucke/lese … Und das tu ich nun auch.


Es sieht aus wie Magical Girl, aber was man da bekommt, ist wirklich durchgeknallt, krank und doch sehr tiefsinnig, wenn man es mal schafft, all die Metaphern und Symbole zu verstehen. Hat ewig gebraucht, bis ich die Serie durchgeguckt habe, da ich mittendrin erstmal für ein halbes Jahr aufgehört habe, aber sie hat mich doch so beeindruckt, dass ich sie zuende schauen wollte und trotz Flash bei jeder Episode bin ich froh, alles gesehen zu haben.

Mawaru Penguindrum dreht sich um die Brüder Shouma und Kanba und deren kranke Schwester Himari. Bei einem Ausflug ins Aquarium bricht Himari zusammen und ringt mit dem Tod. Ihr Leben wird auf seltsame Weise von einer Pinguin-Mütze gerettet, welche ihr eine zweite Persönlichkeit audrückt, die den Brüdern erscheint und ihnen die Aufgabe ihres Lebens stellt: Findet das Penguindrum oder Himari wird sterben.

Bereits nach der ersten Folge saß ich mit offenem Mund da und dachte mit nur “… Was … ist … das … ?!” Keineswegs im negativen Sinne, ich fand es einfach nur beeindrucken. Mawaru Penguindrum ist bunt, voller versteckter Symbole und wenn man denkt, man hat die Handlung gerafft, passiert irgendetwas, dass deine Theorien über den Haufen wirft. Erst zum Schluss fügt sich alles zusammen und … man rafft im Grunde immer noch nicht ganz, was da jetzt eigentlich genau abgegangen ist.

Eine Thematik, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht, ist der Kampf mit dem Schicksal. Was ist Schicksal? Ist es vorbestimmt? Kann man dagegen ankommen? Oder ist man ihm vollkommen hilflos ausgeliefert? Das sind die Fragen, mit denen die Charaktere ständig konfrontiert werden. Ein schönes und sehr tiefes Thema mit Fragen, die man sich eigentlich auch selbst stellen könnte. Trotz der tiefgründigen Aspekte bleibt genug Platz für bunte Comedy, die garantiert für eine Menge Lacher sorgt, da im Grunde alle Charaktere einen herrlich großen Knall haben.

Das Charakterdesign spricht mich aufjedenfall sehr an, ich mag diese farbenfrohen Designs und den Zeichenstil. Die Animation ist top und ziemlich einzigartig, hab ich etwas vergleichbares noch nie vorher gesehen. Und man denkt am ersten Blick echt, das wirkt wie Magical Girl, kriegt aber schnell mit, dass es damit nicht viel zu tun hat, außer einer echt coolen “Verwandlung” wenn Himari mal wieder plötzlich den Pinguinhut aufhat.

Ich muss sagen, ich bin ein Fan der beiden Openings von Etsuko Yakushimaru, sie sind ziemlich ausgefallen und passen zu der eig recht schwachen Stimme. Die Endings sind mir zu unübersichtlich, weil es einfach soviele sind, fast alle gesungen von Triple-H, den singenden Idols im Anime. Der BGM fällt genauso auf, wie seine Animation, einfach ein abgedrehtes Werk im Ganzen.

FAZIT
Mawaru Penguindrum ist nicht jedermanns Sache, weil man damit klar kommen muss, entweder gar nichts zu verstehen oder aktiv mitzurätseln, was da nun eigentlich passiert. Ich habe es genossen, dauernd hinters Licht geführt zu werden und war die meiste Zeit sowieso nur vom schönen Anblick des Stils der Serie berauscht. Ich hatte meinen Spaß und würd mich freuen, wenns mal mehr solche Serien gäben würd, die nicht nur aus hohlen Plots bestehen sondern etwas fordernd sind.


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animanga

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Review: Tales of the Abyss

2012/03/19 / JollyRose


Einfach der Hammer.

Ich bin ja ehrlich gesagt nicht der größte Rollenspiel-Fan auf Erden, das ist eine Tatsache, aber die Tales of Spiele fangen an, mich richtig zu faszinieren. Und vorne an Tales of the Abyss, welches ich nun endlich durch habe und verkünden darf: Es ist wohl mein Top Game, da ich bezweifle, dass mich nochmal ein Spiel so fesseln und rühren kann.

Die Tales of Reihe mausert sich langsam immer mehr und ich muss ehrlich sagen, nachdem Final Fantasy meine Abneigung zu RPGs ziemlich geschürt hat, da ich es schlicht und einfach nicht mein Geschmack ist und ich den Hype deshalb nicht nachvollziehen kann, hat Tales of sie wieder geweckt. Und der Wunsch, alle anderen Spiele dieser Serie durchzuspielen, ist dank Tales of the Abyss noch größer geworden!


Die Geschichte beginnt als der adelige Junge Luke fon Fabre, seit seiner Entführung vor sieben Jahren zu Hause eingesperrt, dank dem Treffen mit der mysteriösen Tear zusammen mit ihr weit weg von Zuhause katapultiert wird. Und schon ist er mittendrin in einer Kette von Ereignissen, ein Abenteuer, bei dem er letztendlich nicht nur die Welt retten, sondern vorallem zu sich selbst finden und seinen Sinn im Leben begreifen muss, da er letztendlich nicht derjenige ist, für den er sich hält …

Die Story spielt in der Welt von Auldrant, eine Welt deren Energiequelle “Fonons” sind und man schnell merkt, dass Töne, Klänge und Musik eine große Rolle in dem Spiel und seinem Setting spielen. Was ja bereits sehr interessant ist und diese Welt sehr komplex macht, dass man meinen könnte, irgendwo da draußen existiert sie wirklich. Aber wohl eher ist es das Thema der Selbstfindung, dem Sinn von des Leben, der oft hinterfragt wird. Was bedeutet es, zu leben? Was bin ich wert? Kann man sowas überhaupt bestimmen? Solchen Fragen läuft man oft über den Weg und begleiten einen lange auf diesem einzigarten Abenteuer, das voller Wendungen und unerwarteten Überraschungen ist.

Es ist einfach nicht diese typische 0815 RPG Story, Held trifft auf hübsches Mädchen, sie verlieben sich eventuell, gestehen es sich aber sowieso erst zum Schluss, ziehen dann ins Abenteuer, meist wegen einer kleinen Sache, welche dann ziemlich ausartet, lernen dabei neue Leute kennen, kämpfen gegen den Endgegner, Happy End. Nein, diesem Prinzip folgt Tales of the Abyss nicht. Denn hier ist der Hauptcharakter kein strahlender Held, sondern ein arroganter Bengel, “nur” eine Kopie des echten Luke, der sich nach und nach bessert und zum Schluss stolz sagen kann “Ich bin ich.” Und das ist ja noch nicht alles, so lernt man genug über die anderen Charaktere und ihre Beweggründe, man liebt sie am Ende richtig. Ich kann mir auch kaum vorstellen, wie man irgendjemanden aus der Party nicht mögen kann!

Während man von einer Stadt über Dungeons zur anderen durch die Tales of typische Weltkarte wandert, wird man oft in Kämpfe verwickelt, klar, ist ja ein Rollenspiel. Das Echtzeit-Kampfsystem ist eine der Sachen, mit denen bei mir gepunktet wird, denn ich hasse rundenbasierte Kämpfe. Die dauern zu langen und sind öde. Stattdessen darf ich hier nach Lust und Laune draufprügeln, während meine Kampfkameraden sehr klug mitagieren, selbstständig heilen und Items einsetzen. Auch sehr schön, dass Tales of im Grunde immer die selben Attacken in den Spielen weiterverwendet, gibt auch irgendwie immer Sonic Thrust, Demon Fang und co, oder?

Graphisch darf man sich nicht viel erwarten, das Spiel erschien erstmals für die PS2, gespielt habe ich die 3DS Version. Neben den 3D Effekt, der dem Spiel neue Tiefe verleiht, sind die Sprites eigentlich sehr schön gemacht, das ganze ist natürlich im typischen Animestil. Zwischendurch beim Reisen gibt es Skits, die in keinem Tales of Spielen fehlen dürfen. Die Charaktere reden miteinander über dies und das, egal obs zum momentanenen Geschehen passt oder sie sich einfach über die Kochkünste des anderen lustig machen, diese Unterhaltungen tragen viel zur Spieltiefe bei. Schade, dass sie nicht synchronisiert sind, wie man es von Tales of Vesperia kennt. Zwischendurch gibts in wichtigen Momenten richtige Anime Szenen, die sehr schön anzusehen sind und ich mich immer gefreut habe, wenn ich mit einer belohnt werden.

Apropos Synchro. Die Englische Version ist spitze. Klar bin ich eher der Typ Japanisches Original > Englischer Dub, aber hey, Yuri Lowenthal als Luke passt wie die Faust aufs Auge, auch die anderen Sprecher leisten grandiose Arbeit. Das tun die aber generell bei Tales of Spielen, aber hier ganz besonders. Gut, ich bin nun sowieso ein Fan von Herrn Lowenthal, dass ich jedes Mal happy bin, wenn ich ihn woanders raushöre.

Der Soundtrack ist Wahnsinn, aber wen wunderts, wenn Bump of Chicken Frontmann Motoo Fujiwara so sehr mitwirkt. Nicht nur ist das wunderbare Opening “Karma” von ihm und seiner Band, nein, auch viele der BGMs und die wichtige Grand Fonic Hymn ist auch von ihm. Sogar ein eigenes Solo Album nur für Tales of the Abyss hat er herausgebracht! Bemerkenswert und einzigartig.

FAZIT
Tales of the Abyss ist mein absolutes Lieblingsrollenspiel, das kann ich nun stolz sagen und ich glaube kaum, dass irgendein anderes Spiel das noch toppen kann. Die Story ist einzigartig und so tief, jeder einzelne Charakter ist unmöglich wegdenkbar. Luke habe ich sowieso schnell in mein Herz geschlossen, auch wenn mich seine Art anfangs sehr genervt hat, so war seine Veränderung wirklich etwas, was man in anderen Spielen vermisst. Alle Charaktere entwickeln sich weiter, nicht nur Luke. Sie überwinden Ängste, Existenzzweifel und ihre Vergangenheit und das auf realistische Art und Weise. Und am Ende war ich traurig, den letzten Kampf beschreiten zu und die Sache beenden zu müssen. Der Epilog hat mir dann noch den Rest gegeben und ich habe selten so geheult, wohl, weil es nun vorbei ist, aber das Ende auch nicht das Happy End ist, dass man sich natürlich wünscht. Trotzdem, das Spiel ist und bleibt ein grandioses Abenteuer und ein sehr erwachsenes Spiel, wie ich finde, das ich wirklich jedem ans Herz lege, der auf tiefe Story und einzigartige Charaktere steht und auch die Schnauze voll hat von 0815-RPGs hat. Und das Review ist nun eigentlich sehr kurz, auch wenn ich noch ein paar tausend schwärmerische Wörter darüber verlieren könnte ‘D


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Review: Dynasty Warriors 7

/ JollyRose


Hier kommen die Chinesen!

Nachdem wir mit Sengoku Basara 3 noch in die Welt der Musou-Spiele hineingeschnuppert haben, haben wir uns nun an den großen Bruder und den neuesten Hauptteil gewagt: Dynasty Warriors 7 für die PS3. Vielfältige und amüsante Prügelaction in China – episch bereits in den ersten Sekunden.

Das ist Tatsache, denn allein das Opening ist so dämlich und doch so herrlich genial, dass wir uns vor Lachen nicht mehr eingekriegt haben. Während Samurai Warriors 3 für die Wii, das Pendant zur japanischen Geschichte, wesentlich ernsthafter ist, zeigt Dynasty Warriors, wie krass und krank die Chinesen hätten sein können, wenn solche übernatürlichen Kräfte und Waffen existiert hätten. Geschichteunterricht mal ganz anders!


Typisch für die Musou Spiele: Man zieht als Kriegsherr/Offizier/General in die Schlacht, metzelt alles nieder was man sieht während man versucht, seine Ziele in der Schlacht zu erreichen. Sei es eine Eskorte, das Ausschalten eines bestimmten Gegners oder die Verteidigung der Burg durch Balista, Katapult und co. , das Spiel bietet eine Menge Abwechslung und man kann fast sagen, dass jede Stage sich anders spielt, auch wenn vieles gleich ist.

Das Gefühl, massig viele Gegner auf einmal zu schlachten und dabei den KO-Zähler und Kombozähler immer mehr in die Höhe schnellen zu lassen ist toll und gibt mir persönlich echt den Kick. Um das effektiv machen zu können, hat man neben einer Vielzahl an interessanten Charakteren, der Namen ich mir, chinesisch sei Dank, einfach nicht merken kann, auch eine große Auswahl an Waffen, die praktisch jeder einsetzen kann, sollte man trotzdem drauf achten, dass sie kompatibel ist, wenn man das beste Metzelergebnis erhalten will.

Der Storymodus punktet vorallem dadurch, dass man die Story eines Clans durchspielt und dabei dauernd die Charaktere passend zum Geschehen wechselt. Eine gute Sache, um die ganzen Kämpfer näher kennen- und lieben zu lernen. Hingegen dient der Eroberungsmodus zum Freischalten von Charakteren, die man nicht im Storymodus spielt und anderen Extras, während man sich von einer Mission zur nächsten prügelt.

Die Graphik ist nun nicht überdrübersuper, vorallem die tausenden NPC Soldaten, die man dauernd kloppt, sehen sehr … erbärmlich aus. Bei den Charakteren wurde aber sehr detailliert gearbeitet, die ganzen Rüstungen und Outfits sind sehr schön und total der Blickfang. Und wenn es dann noch zu den qualitativ besseren Cutscenes kommt, freut man sich umso mehr, alle nochmal auf Hochglanz poliert zu sehen.

Musikalisch kann man nur eines sagen: Rockig. Und zwar sehr. Im Grunde wird man nur so von Gitarrenriffs zugedröhnt, dass man sich kaum dagegen wehren kann und es ohne auch irgendwie langweilig wäre. So passt die Musik zumindest zu 99% zu der Action, die am Schlachtfeld abgeht. Von der Sprachversion haben wir sowohl die englische als auch die japanische, wobei ich sagen muss, mir die Englische deutlich besser gefällt und auch angenehmer ist, weil man nicht dauernd lesen muss, was sie labern, da man eh alles versteht. Nur möchte ich die dummen 0815 Offiziere echt dreimal töten, sobald sie nach ihrer Niederlage alle den verdammten gleichen Satz sagen, ugh!

FAZIT
Ein Spiel, dass einen sehr packen kann, vorallem, wenn man auf solche Massenschlachten steht und kein Problem hat, wenn einen plötzlich vier oder fünf Offiziere samt zehn Dutzend Soldaten im Nacken hängen. Und ich liebe sowas, hach. Charakterdesign ist top und man findet eigentlich schnell seinen persönlichen Liebling. Teilweise ist das Spiel auch echt abwechslungsreich, dass es uns wirklich noch für viele Stunden vergnügen wird. Nun wirds aber dann langsam Zeit, dass ich mir die ganzen Namen merke.

Und jetzt noch ein Grund, warum das Opening so geil ist:


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Review: Soul Calibur V

2012/02/13 / JollyRose


Zieht eure Schwerter!
Der ewige Kampf um Soul Edge und Soul Calibur geht weiter, auch wenn die Macher diese Spielreihe bereits aufgegeben hatten, letztendlich haben sie Soul Calibur V doch gemacht und wir freuen uns natürlich auf dieses Prügelspektakel!

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen, die Collectors Edition zu holen. Deswegen, bevor wir zum Spiel selbst kommen, ein paar Worte dazu.


Diese kommt in einer wunderschönen Schachtel im Buch-Design, ziemlich fett das Teil und sticht in meinem Regal sofort heraus. Der Inhalt ist der schick: Eine Making-Of-DVD, ein Soundtrack, ein kleines Artbook mit Infos zu den Charakteren, ein Brief von Project Soul, eine signierte Karte, exklusiver Download-Content und als Amazon-Vorbesteller noch den Chara Dampierre gratis zum Runterladen. Die ganze Aufmachung finde ich super und war das Geld echt wert, solche Limited Editions machen mich sowieso immer ganz wuschig. Die sind so geil! Machen sie Sinn? Meist nicht, aber man hat sie einfach, uah!

Aber nun zum Spiel selbst. Soul Calibur hat sich einen Namen als Prügelspiel mit Waffen gemacht. Jeder Charakter hat seinen eigenen Waffenstil, statt Fäusten kreuzt man die Klingen. Etwas, was mich damals bei Soul Calibur II, welches mein erstes Spiel dieser Reihe war, total fasziniert hat. Und auch diesmal macht das Spiel alles richtig: Das Kampfsystem ist recht leicht zu erlernen, die ganzen Tricks und Kniffe brauchen aber viel Zeit und Übung, um sie zu meistern. Die unterschiedliche Auswahl an Charakteren und Stilen macht es einem nicht leicht, jemanden zu mainen, es hat einfach jeder seine Vorteile und bringt Spaß, aber auch Frust.


Storytechnisch spielt Teil Fünf siebzehn Jahre nach den Ereignissen von Soul Calibur IV, viele Charaktere haben Platz für Jüngere gemacht, teilweise schade, teilweise gar nicht so schlecht. Siegfried ist auch nicht länger der Hauptcharakter, das Ruder übernimmt nun Patroklos, der Sohn Sophitias, ebenso seine Schwester Pyrrha. Aber die Story ist auch eine große Enttäuschung, denn obwohl groß angepriesen wurde, dass nun viel mehr Tiefgang vorhanden sein soll, sucht man den aber vergebens. Ja, die Story ist definitiv tief, behandelt aber nur Patroklos und seine Schwester, die anderen Charaktere dürfen zwar mal auftauchen, aber mehr als ein paar Sätze tragen sie nicht dazu bei. Die Sache ist also nicht sehr klug angegangen worden, da einerseits viele neue Charaktere eingeführt wurden, man aber im Grunde nichts über sie erfährt. Schade, schade!

Das Offline Spielen ist generell etwas lau ausgefallen, gab es sonst immer einen besonderen Modi, der vorallem durch sein Sammeln und seltsamen Kampfbedingungen einen herausgefordert hat, bleibt man hier lediglich bei einem Arcade, einen Schnellkampf und den ultraharten Legendäre Seelen Modus. Bei ersterem wird man gegen sechs Gegner in den Kampf geschickt, der Schwierigkeitsgrad steigt vorallem bei den letzten Stages, was man bereits im Normal (!!) Modus sehr stark merkt, wenn einen die letzten Uber-Gegner nur noch durch den Ring prügeln. Beim Schnellkampf kämpft man gegen lustige CPUs, die wohl alle im Charakter Editor (dazu wirds noch mehr geben ‘D) gemacht wurden. Bei jedem Kampf gewinnt man Titel und hier gehts eigentlich nur darum, alle zu sammeln, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt und auch dank den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden hart sein kann. Vom Legendäre Seelen Modus red ich gar nicht, da trau ich mich nicht ran, aber was ich gehört habe, scheitern da selbst die Pros … ‘D

Ich denke, das, auf was Soul Calibur V am meisten setzt, ist der Charakter Editor, der seit dem Vorgänger noch mehr verbessert wurde. So kann man sich erneut einen eigenen Charakter erstellen – vom Waffenstil, Körperbau und Haare bis hin zu Stimme, Kleidung und Accessoires, es sind echt nur wenige Grenzen gesetzt und es wird immer neue Sachen dank DLC geben. Mich hat der Character Editor völlig überzeugt und ich habe Spaß daran, eigene Charaktere zu erfinden und mit ihnen zu kämpfen, die meisten mag ich sogar mehr als die original SCV Charas. Mehr dazu poste ich aber in einem anderen Beitrag.

Weiters setzt das Spiel sehr auf den Online Modus, ich hab ihn nur kurz anprobiert, bin aber schon beim Finden von Gegnern verzweifelt und hab sowieso dauernd verloren. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Anfänger dort keine Anfänger sind, buhu! Muss ich halt mehr üben … Was die Charaktere betrifft bin ich mit der Vielfalt eigentlich zufrieden, auch wenn man manche Leute vermisst. Ich habe immer gerne mit Talim oder Amy gespielt, die fehlen mir echt … Einige Charaktere sind sehr sinnlos eingesetzt (ich spoilere nun aber keine Unlockables), da sind die Macher wohl faul geworden …

Graphik ist 1A, da gibts nichts zu bemängeln. Mich freut, dass endlich diese doofen rumlabernden Gesichter in der Charakterauswahl weg sind und man stattdessen die schönen Artworks sieht, hat mich echt immer genervt. Der Soundtrack ist echt schön und manche Lieder sind richtig episch. Hab den Soundtrack ja bei der Limited Edition mitbekommen und werde ihn mir beizeiten auch mal genauer reinziehen.


Nun wirds auch langsam Mal Zeit für ein Fazit: Soul Calibur V ist ein würdiger Nachfolger und bringt neuen Schwung in den Prügelklassiker – vor allem mit neuen Charakteren und einem ausgefeilten Charakter Editor. Dass man über die Charaktere und Story gerne mehr wissen möchte, wird vollkommen ignoriert, ein fetter Negativpunkt, denn für mich brauchen Kampfspiele ja doch eine Story. Möchte ja wissen, warum XYZ sich mit ABC prügelt! Aber gut, dafür gibt es ja den Charakter Editor, den ich wohl dazu nutze, neue Charaktere zu erschaffen und ihnen meine eigene Story aufzudrücken, so kann für kreative Köpfe ein ganz neues Spiel entstehen. Ich habe meinen Spaß mit SCV, beim Prügeln, mein Rumbasteln und auch beim Rumfluchen, wenn Nightmare mir mal wieder die Fresse poliert. Wer dieses Spiel auslässt, ist doof!


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Review: Sengoku Basara Samurai Heroes

2012/02/06 / JollyRose


Ich komm nicht mehr los davon!!

Einst habe ich mal mit einem Freund auf der Wii gezockt und die Begeisterung war groß. Warum habe ich so lange gewartet, bis ich es selbst geholt habe? Wie auch immer, nun habe ich die PS3 Version, die mich noch tiefer in das Sengoku Basara Universum eintauchen lässt und eins sage ich euch: ICH LIEBE ES!


Zu allererst muss erwähnt werden: Auch wenn das Spiel zeitlich in der Sengoku Ära angesetzt ist … Ich bezweifle, dass alles so krank abgelaufen ist, wie da. Viele japanische historische Charaktere tauchen in der sehr beliebten Spieleserie auf, aber ernst nehmen darf man das ganze niiieeemals.

Das Spiel Sengoku Basara: Samurai Heroes (Sengoku Basara 3 im jap.) ist ein Spiel im Stile der Musou-Reihe (also á la Dynasty Warriors). Man führt Schlachten mit einem Charakter und verkloppt am Spielfeld Hunderte feindlicher Soldaten, und das ziemlich spektakulär. Jeder Charakter hat seinen einzigartigen Stil, es gibt schnellere Charas und es gibt Tanks, die Waffen reichen von Katanas (am besten 6 auf einmal), über riesige brennende Anker bis hin zu Mecha-Drills, alles Mögliche, um ordentliche viele Leute ordentlich gut zu vermöbeln.
In diesem Spiel rücken die Veteranen Yukimura Sanada und Masamune Date, die bisher die Protagonisten in den vorherigen Spielen waren, ein wenig in den Hintergrund und machen Platz für Ieyasu Tokugawa und Mitsunari Ishida – zwei Charas die einen wichtigen Leitfaden durch die Story ziehen. Mitsunaris überwältigender Hass auf Ieyasu, der seinen Mentor/Vorbild/Gott?? Hideyoshi Toyotomi getötet hat, lässt ihn all die alte Freundschaft vergessen und ihn in die Schlacht gegen den Strahlemann ziehen. Wirklich gut es eigentlich für beide nie aus, was mich echt traurig stimmt … Ein Happy End hätte es doch bei irgendeiner Route geben sollen D:

Wo wir schon bei Routen sind … Den Hauptteil des Spiels macht die Heldengeschichte aus. Man zieht als einer der Charaktere in die große Schlacht um Japan. Hierbei stehen jedem Charakter bist zu 4 Routen zur Verfügung, die alle die Geschichte Japans verändern. Manches spricht einen ernsteren Ton an, manches ist einfach nur WTF-GEHT-DA-AB. In den einzelnen Schlachten interagieren manche Charaktere auch, man muss also immer hinhören, was die Charaktere so sprechen, um alles verstehen zu können. Die Stages sind alle ziemlich ähnlich aufgebaut: Man nimmt Lager ein und bahnt sich so seinen Weg durch die Stage bis hin zu Endgegner. Fast jeder Charakter hat seine eigene Stage, auch wenn manche eine haben, ohne selbst spielbar zu sein (bei den meisten ist das zum Glück so …)

Das Gameplay selbst ist einfach super. Neben einfachen Komboangriffen bekommt man mit steigender Stufe immer mehr Hau-Drauf-Attacken und immer mehr KOs und Hits zu bekommen. Die Attacken selbst sind einfach einzusetzen und man ist erstaunt, was man alles für Kombinationsmöglichkeiten herausfinden kann! Die Charaktere sind so eigentlich immer gut ausbalanciert und man kommt mit allen klar (bis auf Kanbe. Was soll dieser Typ? Argh …). Glaubt mir: Es macht einfach Spaß, hunderte Leute aufeinmal niederzumetzeln und sie herumzuschleudern. Hilft beim Frustabbau! Neben dem Freischalten von neuen Moves und Charakteren hat man auch ein simples Ausbausystem für seine Waffen um Dinge wie Angriff, Verteidigung oder Gesundheit zu erhöhen, oder um andere, praktische Spezialeffekte zu bekommen. Letztendlich ist der Wunsch, alle seine Lieblinge auf 100% zu bekommen, sehr groß.

Die Graphik ist sehr solide, die Stages sind schön anzusehen und die detaillierten Charakterdesigns gut umgesetzt. Cutscenes verwenden In-Game-Graphik, Opening und die Einleitungen zu den Geschichten erstrahlen in einer perfekten 3D-Graphik. Das Spiel hat auch so gut wie gar keine Hänger, auch wenn sich manchmal Hunderte Gegner auf dem Bildschirm wuseln und abgeschlachtet werden.
Der Soundtrack ist ein gelungenes Werk, viele Lieder hat man schnell im Kopf und es passt eigentlich immer alles. Das Opening ist ein verdammtere Ohrwurm und fetzt alles – auch wenn die englische Version sprachlich etwas daneben ist, Engrish vom Feinsten. Lieber das, als gar kein Naked arms von T.M. Revolution :D
Ein großer Spaßfaktor: Der Homo-Unterton den man echt nicht übersehen kann. Ich meine … und das nicht nur als Yaoi-Fangirl … so exzessiv wie Mitsunari immer Ieyasu nachläuft … das kann doch nur was bedeuten. Und wenn beim zweiten Ending von Masamune und Yukimura “Azure & Crimson forever” steht, was soll man da bitte denken? Also ich liebe das Spiel dank diesen Untertönen noch mehr. Aber wer Yukimura und Masamune nicht als Traumpaar sieht, hat sowieso einen an der Waffel ‘D Und letztendlich kann man dort echt jeden verschwulen, manches ist so obvious. Frage mich echt, ob das von den Machern beabsichtigt ist. Die sind auch sicher alle Frauen, pfffffff …

Dann kommen wir mal zum Fazit: Das Spiel hält einen für Stunden gefesselt an der Konsole, vorallem, weil man schnell von der Story und den Charakteren gepackt wird und das Gameplay einfach nur fetzig ist. Alles geht schnell, alles kracht, alles und jeder wird gemetzelt. Grandios! Und ich wurde nun endgültig im Sengoku Basara Universum gefangen, hach~. Ich kanns jedem Empfehlen und hoffe so sehr, dass die erweiterten Teile Utage bzw. die HD Collection mit den 48 spielbaren Charakteren auch bei uns rauskommt, dann kann ich glücklich sterben. Oder hols auf japanisch und sterbe dann glücklich.


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